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Gründerzeit Möbel Ankauf



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Gründerzeit Möbel Ankauf Dresden

Gründerzeit Möbel Ankauf Dresden

Die Gründerzeit bezeichnet im eigentlichen Sinne eine Epoche des Neuaufbaus in den Jahren 1870 bis 1890, welche mit der Gründung des deutschen Kaiserreichs im Jahre 1871 begann. Diese Epoche war sehr stark von einer „Wachstumseuphorie“ geprägt. Betrachtet man diese Epoche kunsthistorisch, so muss man sie dem Historismus unterordnen, aber auch erwähnen, dass diese Epoche keinen einheitlichen Stil hervorbrachte, sondern auf ältere vorhandene Stile zurückgegriffen wurde. Diese Rückbesinnung ist unter dem Begriff Eklektizismus, welcher aus dem Griechischen stammt, bekannt geworden und bedeutet soviel wie auswählen.

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Die Gründerzeit brachte eine Menge neuer gesellschaftlicher Verhaltensmuster hervor und war von einer Menge Perioden beeinflusst. Der Wohnstil ist uns heute noch bekannt, da nicht nur viele Möbel erhalten geblieben sind, sondern auch etliche Skizzen und Fotographien, welche und Einblick in das Leben der Gründerzeit geben. Außerdem sind uns aus dieser Epoche Wohnratgeber erhalten, welche dem bürgerlichen Mittelstand und aufstrebenden Kleinbürgern Ratschläge für eine stilgerechte Inneneinrichtung der Wohnräume gaben und beinhaltete die Gestaltung von Wänden, Türen oder auch Vorhängen. Neben diesen Gestaltungselementen spielte auch das Mobiliar eine wichtige Rolle in der Raumgestaltung.

Die Möbel der Gründerzeit zeichneten sich im Allgemeinen durch eine kantige Formensprache mit gradlinigen Grundformen aus, welche aber dennoch reich verziert waren. Der Schmuck, welcher diese strengen Formen auflockerte war zumeist in Form von Säulen, Pilastern oder auch Kapitellen an den Möbeln angebracht. Ein weiteres typisches Merkmal zur Auflockerung dieser geraden Formensprache verbarg sich in gedrechselten Elementen, wie Schrank- oder Kommodenfüßen oder renaissancetypischen Elementen. Subsumiert man diese Merkmale der Gründerzeit, so ergibt sich ein Möbelstil, welcher durchaus äußerst repräsentativ erscheint und es scheint auch gerade für diese Epoche des Aufstiegs und der Euphorie typisch zu sein, dass kaum Kleinmöbel angefertigt wurden, sondern hauptsächlich große, schwere und mächtig wirkende Schränke, Tische und Buffets entstanden waren.

Wegen der vielen vorhandenen Skizzen und erhaltenen Bauanweisungen für Gründerzeitmöbel lassen sich alle Arbeitsschritte zur Herstellung dieser massiven Möbelstücke nachvollziehen und wir gewinnen einen Einblick in das Können und die Kunstfertigkeit der Schreiner dieser Zeit, welche in den Möbeln zum Teil architektonisch äußerst wertvolle Meisterleistungen vollbracht haben. Außerdem ist der Zusammenhang zwischen Kunst und Industrie deutlich zu erkennen, da viele der Überlieferten Bauanleitungen aus renommierten Firmen stammten. Ein Großteil der aufstrebenden Bevölkerung oder der besser betuchten Bevölkerung nahm diesen Stil begeistert auf und schuf somit eine Grundlage für eine Möbelindustrie, welche das allgemeine Verlangen der damaligen Konsumenten, welcher sich an dem Wohnstil der Elite orientierte, befriedigte. Da das Wohn- oder Speisezimmer zumeist die repräsentativsten Räume des Hauses waren, bildeten diese beiden Räume sich als die am besten für diesen mächtigen Stil geeigneten Räume heraus und das Wohnzimmer kristallisierte sich als Repräsentationszimmer der Gründerzeit heraus. Dabei muss allerdings die Verschiedenheit der einzelnen Schichten der Bevölkerung beachtet werden. Auch weniger wohlhabende Bürger fanden an diesem Stil gefallen, konnten aber aufgrund des Einkommens keine exquisiten Möbel erwerben und so kam es, dass der Stil mittels Einsparungen in die Häuser dieser Menschen kam, was bedeutete, dass beispielsweise statt Seide oder Samt ein minderwertigerer Stoff für Sitzbezüge verwendet wurde.

Die Gründerzeit bracht eine für diese Epoche ganz typische Aussage in die Gesellschaft, welche sich in den Möbeln und der allgemeinen Einrichtung der Bevölkerung widerspiegelte. Es galt, dass Fülle gleichsam für Wohlhabendheit steht und das Wohnen trat in diesem Zusammenhang zurück, was wiederum die Folge hatte, dass das Wohnzimmer zu einen Repräsentationszimmer wurde, statt dass es einfach von seinen Besitzern bewohnt wurde. Das ausgeschmückte Wohnzimmer war die Visitenkarte des Hauses. In Ansätzen ist dieses Phänomen auch Heute noch vorhanden, denn das Wohnzimmer stellt in den gegenwärtigen Wohnräumen- oder Wohnhäusern den Mittelpunkt des Lebens dar und ist dementsprechend in irgendeiner Art besonders ausgestattet.



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