
Jugendstil Möbel Ankauf Dresden
Die Epoche des Jugendstils ist durch einen hohen kunstgeschichtlichen Wert gekennzeichnet und zeitlich an der Wende des 19. in das 20. Jahrhundert einzuordnen. Die Bezeichnung Jugendstil stammt von einer Münchner Zeitung, welche den Titel „Jugend“ trug. Obwohl die Bezeichnung dieser Epoche aus Deutschland stammt, war die Epoche in Deutschland relativ kurz. Es wird angenommen, dass das Jahr 1894 den Beginn und das Jahr 1902 das Ende des Jugendstils in Deutschland datiert. 1894 gab es gleich vier bedeutende Ereignisse, die mit der Epoche untrennbar verbunden sind. Zum einen illustrierte Otto Eckmann in diesem Jahr die Zeitschrift Jugend mit Ornamenten, Herrmann Obrist verlegte sein Atelier nach München und erlangte mit seinem Atelier für Strickkunst mit dem „Peitschenhieb“ großes Aufsehen und Otto Julius Bierbaum und Julius Meier- Graefes gründeten die Genossenschaft „Pan“, welche sich für die Pflege der Kunst im Sinne der organischen Kunstauffassungen engagierte.
Ankaufshotline: 0351-20 56 447
Diese vier Persönlichkeiten waren in der Entwicklung des Deutschen Jugendstils von großer Bedeutung und weitere Künstler wie Henry van de Velde trieben einen künstlerischen Anspruch im Sinne des Jugendstils bei der Gestaltung von Gegenständen, Flächen, Keramik und Möbeln voran. Der Deutsche Jugendstil entwickelte sich aus einer Vielzahl von kleineren Bewegungen, welche in verschiedenen Städten das Aufleben dieser Epoche vorantrieben. Von großer Bedeutung während dieser Entwicklung waren die Städte München, Darmstadt, Karlsruhe, Leipzig, Halle, Berlin, Hagen und Bad Nauheim.
Der Beginn des Jugendstils ist von der Flächenkunst geprägt und das erste Jugendstilmöbelstück betrat erst mit dem Jahr 1897 die Bühne der Welt. Die Charakteristik der Jugendstilmöbel spiegelte das künstlerische Ideal seiner Meister wieder, wobei dieses Künstler sehr schnell erkannten, dass eigene Werkstätten von größter Wichtigkeit waren um ihre Prinzipien und Vorstellungen durchzusetzen.
Bei dem Bau eines Jugendstilmöbels stand der Anspruch im Raum, ein Möbel zu schaffen, welches zum einen erschwinglich ist und zum anderen einen sozialen Anspruch erfüllt. Das Jugendstilmöbel sollte nicht repräsentieren, sondern eine einfache und gar ehrliche Verbindung zwischen Wohnen und Arbeiten schaffen und um diesen Anforderungen gerecht zu werden, mussten Jugendstilmöbel als Massenware in den Werkstätten produziert werden.
Die Möbel des Jugendstils griffen die Elemente der Flächenkunst des Jugendstils wieder auf. Das Repertoire der Möbel umfasste die Möbel, die für den Gebrauch, für das tägliche Leben, unabdingbar waren.
So schmückten die Elemente des Jugendstils sowohl Küchenschränke, Tische und Stühle als auch Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände wie beispielsweise Lampen. Flächenkunst und geschwungene Linien verliehen den Möbeln einen künstlerischen Anspruch und eine lebendige Wirkung. Florale Motive verzieren eckige Türen, sodass der Eindruck entsteht, dass Leben und Bewegung in den Möbeln steckt. Geschwungene Linien und gebogene Beine an Sitzgruppen erinnern entfernt an Ranken. Sowohl organische als auch geometrische Formen werteten das Gesamtbild des einfachen Gebrauchsmöbels auf und wurden somit dem Anspruch der Künstler, welche sich vom Historismus abwandten, gerecht und etablierten das Gebrauchsmöbel mit künstlerischem Anspruch in der Gesellschaft.
Die Möbel des Jugendstil haben ihre Wirkung in Laufe der Jahre nicht verloren und sind auch heute noch sehr beliebte Einrichtungsgegenstände, welche- obwohl sie als Massenware angedacht und produziert wurden, heute einen hohen Wert haben und bei Sammlern, Liebhabern und Kunstfreunden gleichermaßen beliebt sind, da sie sich auch mühelos in modernstes Wohndesign einfügen lassen.