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Louis Philippe Möbel Ankauf



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Louis Philippe Möbel Ankauf Dresden

Louis Philippe Möbel Ankauf Dresden

Der Louis Philippe Stil ist ein in Frankreich unter dem Bürgerkönig Louis Philippe entstandener Kunststil. Zeitlich lässt sich diese Epoche, welche auch unter den Namen Neorokoko oder zweites Rokoko bekannt ist, zwischen den Jahren 1830 und 1870 einordnen und erreichte einen Höhepunkt in seiner Entfaltung in den Jahren zwischen 1830 und 1860 und endete dann langsam gegen Ende des ausgehenden Jahrhunderts.

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Beginnend in Frankreich breitete sich dieser Stil sehr rasch im restlichen Europa aus und fand besonders in Wien viele Liebhaber, die diesem dekorativen Stil schnell verfielen. Ein Beweis dafür ist die Neugestaltung des berühmten Palais Liechtenstein, welches heute ein Forum für zeitgenössische Kunst ist und etwas weiter entfernt von Wien, in Bayern, steht ein weiteres Beispiel für eine Gestaltung im Sinne des Louis Philippe Stil. Dabei handelt es sich um das Schloss Linderhof, welches im Geiste dieses Stils ausgestattet wurde. Das Besondere an diesem Louis Philippe Stil ist, dass er hauptsächlich in dem Kunsthandwerk und der Herstellung von hochwertigen Möbeln und deren Gestaltung zu finden war. Im Louis Philippe Stil griffen die Möbelbauer auf bereits vorhandenes zurück und bedienten sich an dem, in vergangener Epoche so beliebten Muschelwerk, dass als Gestaltungselement nun erneut in den Vordergrund trat. Das muschelförmige als Rocaille bezeichnete Dekorelement erlebe in dieser Epoche eine erneute Verwendung.

Weiterhin charakterisierte sich der Louis Philippe Stil durch eine leicht anmutende Formensprache, welche verspielt und in geschwungenen Formen daherkam. Neben den Muscheln fanden sich Voluten häufig an Beinen von Stühlen oder an Kanten von Möbelstücken wieder. Voluten sind Bauelemente, welche eigentlich aus der Architektur stammen und in Deutschland unter der Bezeichnung Schnörkel oder Rollwerk bekannt sind und Verwendung an Giebeln oder Kapitellen gefunden haben, beziehungsweise während des Louis Philippe Stils vermehrt bei der Herstellung von Möbeln als Zierelemente verbaut wurden.

Diese verspielten Formen des Louis Philippe oder auch Neorokoko grenzten sich klar von den wuchtigen Formen des Barocks ab und wirkten im Vergleich zu barocken Möbeln sogar reduziert. Die Vorbilder dieses Stils finden sich in den Möbeln des Troubaduor- Stil, der Renaissance und ganz besonders im Stil des Rokoko wieder, welcher auch als Pate für die alternativen Bezeichnungen Neorokoko oder zweites Rokoko Verwendung fand.

Die verspielte Formensprache des Louis Philippe Stil spiegelte sich in den Möbeln dieser Epoche wieder. Stühle und Tische sowie deren Beine waren durch gebogene Linien charakterisiert, welche zudem mit botanisch wirkenden Elementen verziert waren. Gerade Flächen wurden durch die Verwendung und Anbringung von aufwendigen Zierelementen zu regelrechten Schaubildern, auf denen sich eine verspielte Eleganz präsentierte. Die Möbel erschienen einerseits sehr repräsentativ, schienen aber auf der anderen Seite stabil genug, um ihren eigentlichen Funktionen nachkommen zu können.

Es ist verständlich, dass dieser Stil auch dem Bürgertum gefallen hatte und wegen der geringeren Anschaffungskosten, die ein solches Möbelstück seinem Käufer abverlangte, Einzug in die Wohnräume des Bürgertums hielt. Das dies möglich war lag daran, dass diese Möbel nicht mehr ausschließlich in Handarbeit, wie es bei den teuren Rokokomöbeln der Fall war, sondern nun mit Hilfe von ökonomischen Werkzeugen schneller und somit auch kostengünstiger hergestellt werden konnten. Die Louis Philippe Möbel zeichnen sich durch ihre endlose Kurvigkeit aus, die durch keine Kante gestört wurde und zudem fügten sich dabei die vielfältigen Rahmenschnitzungen, die Zierknäufe und die vielen Ovalformen harmonisch in das Gesamtkunstwerk des Louis Philippe Möbels ein, ohne dass das Möbelstück dabei überladen wirkte. Diese von dem Bürgertum gern angenommene Formensprache dieses Stils und der Fakt, dass diese Möbel bezahlbar waren, ließen diesen Stil, welcher in seinem Ursprung ein grundlegend adliger Stil war, „verbürgerlichen“ und eröffnete somit dem Bürgertum die Möglichkeit sich ein „höfisches Flair“ in die eigenen Wohnräumen zu holen.



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