
Rokoko Möbel Ankauf Dresden
Die kunstgeschichtliche Epoche des Rokoko erstreckte sich zwischen den Jahren 1720 und dem Jahr 1775 und gilt als eine Weiterentwicklung des europäischen Barock und auch wenn diese Epoche in der Vergangenheit der Geschichte liegt, so sind heute noch sehr viele Relikte aus dieser Zeit übrig geblieben und lassen den Glanz dieser Epoche erahnen. Dabei lassen sich besonders viele Zeugnisse dieser Epoche in den Bereichen der Architektur, in der Malerei und in dem Mobiliar erfassen.
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Das Mobiliar erscheint in diesem Zusammenhang sehr interessant, da es zum einen eine schier unglaublich große und beinahe unüberschaubare Menge an Rokokomöbeln gibt und dies dazu führt, dass Rokokomöbel zum anderen auch Heute noch als Einrichtungsgegenstände aktuell sind. Die heute noch erhaltenen und zu erwerbenden Möbel stammen zum größten Teil aus Bürger- oder Adelsbesitz, wobei viele von ihnen sicherlich oft den Besitzer gewechselt haben. Allerdings gestaltet es sich schwierig, die verschiedenen Möbel dieser Epoche einem Landstrich oder einer Gegend zuzuordnen, in der sie entstanden sein müssten, da die damalige Gesellenwanderung sowohl zu einem sehr weit reichenden Austausch als auch einer regen Fluktuation führte. Dazu vereinheitliche sich der Geschmack der Gesellschaft während des Rokoko sehr und nahm Einfluss auf die Formensprache des Möbels. Eine weitgehend sichere Zuordnung ist nur bei den Schlossmöbeln möglich, welche in ihrer Art bodenständig geblieben waren.
Im Allgemeinen zeichnet sich das Mobiliar des Rokoko durch einige wesentliche Merkmale aus. Die Formen der Möbel muten weich, geschwungen und sogar verspielt an, was daher kommt, dass der Rokoko die starre und kantige Grundform mit seinen linearen Linien aus dem Barock aufhob und die vormals starren Linien in gebogene und geschwungene Linien verwandelte. Das Hauptmotiv dieser Epoche war die Rocaille, eine geschwungene und asymmetrische Muschel, welche eine verspielte Eleganz zum tragen brachte. Weiterhin waren die Möbel durch Verzierungen gekennzeichnet, welche besonders an den geschweiften Füßen von Sitzmöbeln in den Vordergrund traten. Zentrale Motive waren Tierfüße, Pflanzenformen und Muschelformen, welche als Schnitzereien oder Metallapplikationen an die Füße des Sitzmöbels angebracht waren.
Ein besonderes Sitzmöbel des Rokoko war die Chaiselongue, ein gepolstertes und flaches Sitzmöbel in länglicher Form, welches für eine Person Platz bot. Dieses längliche Tagesbett war mit einem gebogenen Kopfteil und einem einheitlichen Bezug, meist aus Samt oder Brokat, versehen und bot die Möglichkeit für kurze Ruhepausen.
Weiterhin besaßen die Rokokomöbel eine besondere Farbgebung, welche sehr viel heller als die des Barock war. Helle und zum Teil bunte Farben charakterisierten die Möbel und integrierten diese in die bestehenden Wohnverhältnisse. Dabei ist zu beachten, dass dieser Stil nicht nur dem Adel vorbehalten, sondern auch dem Bürgertum zugänglich war. Daher musste in de Art der Möbel auch auf die, im Gegensatz zu den Adelshäusern, beengten Wohnverhältnisse des Bürgertums angepasst werden und entfernte sich daher in seiner Formensprache von der Massigkeit der Barockmöbel. Neben dem schon erwähnten Chaiselongue, welcher wie ein kleines Bett genutzt werden konnte entwickelte der Rokoko auch den Konsoltisch, einen kleinen Tisch, welcher nur zwei statt vier Beinen hatte und aus diesem Grund an einer Wand befestigt werden musste. Daneben entstanden in dieser Epoche viele kleinere Kommoden zur Aufbewahrung und allen Möbelstücken war eine Vorliebe zur Verzierung durch Gold gemeinsam.
Im Europäischen Rokoko wird weiterhin zwischen dem Französischen und dem Englischen Rokoko unterschieden und der Englische Rokoko brachte den Heute sehr berühmten Chippendahle- Stuhl hervor, welcher sich heute zudem hoher Beliebtheit erfreut. Diese Beliebtheit ist aber kein Einzelfall, sondern auf das ganze Rokoko anzuwenden. Die Möbel dieser Epoche gelten sowohl als raffinierte als auch als den Blick fangende Einrichtungsgegenstände im Modernen Wohnen.